»Ananta … Was war das noch gleich?«, fragte ich mich vor der gamescom, als mich Kollegin Natalie einen Anspiel-Termin für das asiatische Open-World-Action-Rollenspiel in den Kalender setzte. Dann erinnerte ich mich: Der Titel wurde vor drei Jahren im Rahmen der gamescom erstmals öffentlich angekündigt; damals noch unter dem Codenamen »Project Mugen«.
In den ersten Trailern sah das Spiel noch sehr nach einem typischen Gacha-Game aus und erinnerte optisch an Titel wie Genshin Impact. Seitdem hat sich Ananta aber schwer gemausert. Die Grafikqualität des Spiels hat das Entwicklerstudio Naked Rain merklich überarbeitet, auch am Gameplay wurde gefeilt. Zuletzt machte Anata immer wieder als chinesisches Anime-GTA von sich reden. Über 20 Millionen Menschen haben den Free2Play-Titel mittlerweile auf ihre digitalen Wunschlisten gesetzt – Grund genug für uns, mal genauer hinzuschauen.
Auf den ersten Blick liegt der Vergleich mit GTA auf der Hand. Denn spielerisch macht Ananta einiges ähnlich wie sein großes westliches Vorbild: Es gibt eine Open World, jede Menge Action, Fahrzeuge und ein dynamisches Polizei-System. Vor allem storytechnisch macht es aber einiges anders, denn in der chinesischen Version stehe ich auf der Seite des Gesetzes.
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Ananta: Der kostenlose GTA-Konkurrent aus China enthüllt eine gänzlich neue Stadt und hat nun endlich ein Releasedatum
Im Rahmen der gamescom haben die Entwickler von Anata nicht nur die zweite große Stadt der Spielwelt, Chongxiao, offiziell vorgestellt, sondern auch endlich einen Releasetermin für Ananta bekanntgegeben; erscheinen soll das Spiel kommenden Januar. In Köln konnte ich mir beide Gebiete der Spielwelt anschauen und sowohl die Story als auch den freien Erkundungsmodus ausprobieren.
Vor der Messe hatte ich Ananta kaum auf dem Schirm – rückblickend ist das Spiel allerdings mein heimliches Highlight der gamescom. Wenn die Entwickler hier abliefern, was sie bisher versprechen, dann könnte der GTA-Konkurrenten aus Fernost richtig groß werden. Dass Ananta Hit-Potenzial mitbringt, liegt für mich an drei entscheidenden Faktoren. Und nein; das nicht vorhandene Preisschild ist keiner davon, auch wenn das Free2Play-Modell die Entscheidung für Ananta natürlich erleichtert.
1. Eine Welt wie bei GTA
Ja, GTA 6 wird groß und dürfte Open-World-Fans ab November über Monate hinweg beschäftigt halten. Wer mit dem amerikanischen Gangster-Setting aber partout nichts anfangen kann, der sollte Ananta auf dem Zettel behalten, denn das Action-Rollenspiel entfaltet beim Anspielen ein ganz ähnliches Spielgefühl wie Rockstars Open-World-Reihe.
Statt eines Berufsverbrechers übernehme ich in Ananta zunächst die Rolle des Captains; dem übernatürlich begabten Kommandanten einer Spezialeinheit. Gemeinsam mit meiner Crew soll ich in den beiden Städten Nova City und Chongxiao gefährliche Anomalien bekämpfen und Schurken das Handwerk legen. Im Spielverlauf gewinne ich weitere Charaktere für meine Sache und kann – wie in GTA – nahtlos zwischen den Spielfiguren hin- und herwechseln.
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